Toshiba hat den Produktionsstart von Flachbildfernsehern in der so genannten SED-Technik (Surface Conduction Electron Emitter Display) offiziell auf das kommende Jahr verschoben. Dies geht aus dem Geschäftsplan des Unternehmens bis 2008 hervor.

Nach ursprünglichen Plänen sollten die neuen Feldemissionsdisplays bereits im Jahr 2005 vom Band laufen, gezeigt wurde in diesem Jahr aber nur ein erster Prototyp. Im Herbst 2005 auf der IFA hoffte man auf erste Seriengeräte für das kommende Jahr 2006, räumte dann aber auf der CeBIT 2006 Verzögerungen von 3 bis 6 Monaten ein. Nun wurden die Termine noch weiter in die Ferne geschoben: Im Juli 2007 soll die Produktion von 55-Zoll-Displays in SED-Technik auf der konventionellen Fertigungsanlage in Hiratsuka City anlaufen. Erste SED-Fernseher mit 1,40 Metern Diagonale will das Unternehmen im vierten Quartal des Jahres auf den Markt bringen. Die volle Massenproduktion auf einer speziell für SED-Panels errichteten Produktionsstraße in Himeji will Toshiba Anfang 2008 erreichen. Ziel sei es, den Markt rechtzeitig zu den olympischen Spielen in Peking bedienen zu können, so das Unternehmen. Gründe für die Verschiebung nennt Toshiba nicht.

An der SED-Technik arbeitet Toshiba seit geraumer Zeit gemeinsam in einem Joint Venture mit Canon. Die Displays arbeiten wie andere Feldemissionsdisplays mit kleinen Emittern, aus denen Elektronen auf eine fluoreszierende Schicht auf der Frontplatte treffen und diese zum Leuchten anregen. Die prinzipielle Arbeitsweise gleicht dem von Röhrengeräten, nur ist in SEDs für jeden Bildpunkt quasi ein eigener Elektronenstrahl zuständig. Die Leistungsaufnahme der SED-TVs soll geringer sein als bei Röhren- und Plasmageräten, die Bildqualität besser als bei LCD- und Plasma-TVs. (uk/c’t)