Etwa zwei Drittel aller Deutschen im Alter von 25 bis 54 Jahren sitzen täglich am PC. Die stundenlange Arbeit am Bildschirm ist jedoch anstrengend für die Augen. Darunter leidet nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern auch das persönliche Wohlbefinden. Das „Kuratorium gutes Sehen“ gibt Tipps.

„Die Augen müssen am Computerbildschirm mit Sehsituationen zurechtkommen, die so in der Natur selten vorkommen“, berichtet Nadja Oback vom Brillenglasspezialisten Essilor aus Freiburg. „Schlechte Kontraste wegen fehlerhaft eingestellter Bildschirme, flaue Farben, Flimmern, spiegelnde Oberflächen machen dem Auge das Sehen extra schwer. Wenn die Augen in der Freizeit solchen Sehsituationen ausgesetzt sind, schaut man instinktiv anderswo hin. Das geht bei der Computerarbeit natürlich nicht.“

Junge Menschen mit guten Augen oder der geeigneten Brille haben damit kaum Probleme: Die Augenlinse ist flexibel genug, um mit der Sehsituation am Rechner zurechtzukommen – „Akkomodation“ nennen die Fachleute diese Fähigkeit. Wenn sich allerdings ab einem Alter von etwa 40 Jahren die Alterssichtigkeit bemerkbar macht, beginnen die Schwierigkeiten.

„Als Alterssichtigkeit bezeichnet man die nachlassende Flexibilität der Augenlinse, die jeden Menschen ereilt. Dann fällt das Sehen im Nahbereich am Bildschirm und beim Lesen sehr schwer. Lesebrillen, Gleitsichtbrillen und spezielle Nahgläser bieten hier Abhilfe“, erläutert Ilka Schwarz aus der Abteilung „Forschung und Entwicklung Brillenglas“ beim Münchner Brillenunternehmen Rodenstock.