Die Polizei hat am Dienstag mehr als 200 Wohnungen und Büros durchsucht. Sie fahndet nach Raubkopien, die im Internet verbreitet wurden.

Die Polizei hat am Dienstag eine groß angelegte Aktion gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet gestartet. In fast allen Bundesländern durchsuchten Ermittler Wohnungen und Büros. Ob auch Verdächtige festgenommen wurden, war zunächst nicht bekannt.Im Rahmen der Razzia durchsuchte die Polizei auch Geschäftsräume der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberechtsverletzungen (GVU) in Hamburg. «Der Schwerpunkt unserer Aktion mit 50 durchsuchten Objekten liegt mit etwa 19 Objekten in Nordrhein-Westfalen», sagte ein Sprecher des federführenden Landeskriminialamtes in Stuttgart auf dpa-Anfrage.

Nach Informationen von «Heise online» wurden insgesamt mehr als 20 Server beschlagnahmt, über die per FTP-Protokoll raubkopierte Filme verbreitet wurden. Der Aktion seien monatelange Ermittlungen vorausgegangen, heißt es in dem Bericht.

Nach Angaben der GVU handelt es sich bei der Razzia um eine Aktion gegen die internationale Raubkopiererszene. Weshalb auch deren Räume durchsucht wurden, ist unklar.